31.10.08 hennefer kunstnacht/meys fabrik 1 November, 2008, 8:48 Uhr nachmittags Gespeichert unter: aus dem leben des herrn m.
eigentlich müsste ich mich freuen mal wieder auf der bühne zu stehen, vor allem weil mischi und ich letztes jahr im hennefer kurtheater einen sehr schönen gig hatten, aber freitagmorgen geht es mir richtig schlecht. der verdacht auf lampenfieber liegt nahe, aber kopfschmerzen hab ich sonst nie. berechtigt wäre es, denn heute wird sich zeigen ob ich das zeug zum “alleinunterhalter” habe. spiele heute eine stunde, aufgeteilt in “unplugged” und “mit sassy”. gerade die erste hälfte wird spannend, denn bis jetzt hab ich noch nie sieben songs am stück auf der gitarre gespielt. sätze wie, “mensch machtin, wat hast du dir dabei eigentlich gedacht!?” gehen mir durch den kopf, aber ich wollte es ja so. hinzukommt, dass ich heute auch noch mein eigener mischer bin. versuche das beste aus der “kirchenanlage” und meinem “hobby-equipment” rauszuholen, wobei jeder tontechniker sicher das kotzen gekriegt hätte…anscheinend war keiner da. das ambiente der fabrik und die sehr freundlichen künstler und kunstinteressierten schaffen eine angenehme stimmung. egal wo man hinguckt springen einen gemälde oder skulpturen an, leider bin ich nicht in der lage mich richtig mit ihnen auseinander zu setzen, in meinem kopf sind nur noch akkordfolgen. vor mir sind noch zwei “acts” dran. die diatonische akkordeonspielerin beherrscht ihr instrument tadellos, das theaterstück kriege ich dann nicht mehr mit, weil sassys navi versagt. endlich darf ich loslegen, “mein name ist moosen und ich mach zukunftsmusik”, klar was ich als erstes spiele. bis auf minimale fehler komm ich gut durch die erste hälfte, der saal könnte voller sein, aber im prinzip ist das hier eh ein selbstversuch. nach der pause dann mit sassy der “raplastige” teil, schönes gefühl nicht mehr alleine hier zu stehen. bei “keine fans” bleibt mir kurz die stimme weg, aber sowas kann man ja mit sprüchen wie “ich hab nicht nur keine fans, ich hab auch keine stimme mehr” auffangen. publikum und veranstalter finden es gut, und wir sind auch zufrieden. insgesamt schöner, langer gig und die erkenntniss, dass es möglich ist. weil die koppping immer noch nicht weg sind, verzichte ich auf einen absacker, aber zumindest die royalrestaurant-tradition wird fortgesetzt, wenn diesmal auch ohne mischi. |