StartseiteWas es gabHennefer Kunsttage 2009

In einer Zeit des (zu) schnellen Wandels und der Medienhypes -jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben- bekannte sich die Initiative Kunst Hennef zum rheinischen Traditionalismus und präsentierte sich mit den 9. Hennefer Kunsttagen als Hort der Beständigkeit und Zuverlässigkeit. Wir boten Ihnen als neue oder vieljährige Besucher Kunst, die diesen Namen auch verdient und Unterhaltung, die sich in diesem Jahr aus lokaler Quelle speiste und sich damit vom gefälligen Einheitsbrei aus Fernsehen und Events wohltuend abhob.
Was also boten wir Ihnen an?


Zunächst die Werke der Mitglieder unserer Initiative, bei denen Sie feststellen konnten, dass sie Wandel in der Beständigkeit erkennen lassen. Die Entwicklung unserer Künstler und Künstlerinnen von Jahr zu Jahr zu begleiten, ist ein lohnenswertes Unterfangen.


Aber wir als Initiative präsentieren uns nicht nur selbst. Wir wissen, dass der Austausch und die Auseinandersetzung mit der Kunst anderer überlebenswichtig ist und bieten daher in jedem Jahr Gastkünstlern die Möglichkeit, gemeinsam mit uns auszustellen.

Das waren in diesem Jahr:

Peter Grunewald
mit witzigen und versteckt subversiven Figuren.

Antje Fuß
entwickelt ihren pastösen, kreidigen Farbauftrag weiter zu haptischer Anmutung und landet bei collagierten Primaten.

Karl Ulrich Schönemeyer

verschmilzt Schmerz, Schrei, Schönheit in Skulptur und Raum.

Katrin Lühmann versetzt Menschen auf dem Weg, verletzlich und fremd, durch Malerei in den Stillstand, zeigt auf und weist hin.

Marietheres Hessel

malt vielschichtige, abstrakte Bilder.

Barbara Hoock
spürt der Erhabenheit und der Religiösität der einfachen, schlichten Fundstücke nach, die die Natur uns überlässt.

Christiane Rücker
ist vom Papier fasziniert, infiziert und immer wieder inspiriert.

Teyaen Henze
S
chafft Neues aus dem persönlichen Erleben des europäischen und asiatischen Kulturraumes.

Wir haben in diesem Jahr die Jugend zum dritten Mal aufgerufen, sich mit innovativen und kreativen Werken um den Jugendkunstpreis der Initiative zum Thema: Ich und Du zu bewerben. Wir zeigten Ihnen während der Hennefer Kunsttage eine Auswahl der eingereichten Werke und Sie konnten mit der Abgabe ihrer Stimme den Publikumspreis bestimmen.


Zur Eröffnung hatten Sie Gelegenheit, sozusagen ein Filetstück rheinischer Kultur und Tradition zu hören, den Krätzjesänger Bernd Antweiler. Der Krätzje-Gesang zählt zur ältesten Liedvortragskunst im Rheinland. Er wird sparsam instrumentiert und ausführlich dargeboten; Pausen und Dynamik sind bewusst gesetzt. Die dargebotenen Alltagsschnurren sind Geschichten mit Sinn und Hinterbiss. In ihnen dreht sich alles um Leid und Lieb, um Hass und Spass, um Neid und Spott.
[...hier geht es zu den Fotoimpressionen von der Eröffnung]

In der Hennefer Kunstnacht sang uns der Allner Chor die ConzerTanten durch einen Liederbogen, der sich von der Klassik über das Rheinische-Volkstümliche bis hin zum Jazz und Pop spannte. Wirkungsvoll hat dazu Jürgen Hiekel mit seinem Saxophon den Kontrast gesetzt.

Die Finissage stand mit der Verleihung der Jugendkunstpreise durch die Initiative, den Bürgermeister der Stadt Hennef und die Kreissparkasse Köln wie schon in den letzten Jahren im Zeichen der Jugend. Passend dazu leisteten die Clarinet Marmelade von der Musikschule Hennef die musikalische Unterstützung.